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Ausbau der B12 – Stellungnahme der ÖDP Oberallgäu

Die Planungen für den Ausbau der B12 sind im vollen Gange.

Derzeitig wird ein autobahnähnlicher Ausbau umgesetzt, wobei die Fahrbahnbreite größer ist als die der A7 bei Kempten, bei gleichzeitig unbegrenzter Geschwindigkeit. „Ein unnötiger Dinosaurier des Straßenbaus und das im wunderschönen Allgäu“ so Michael Finger, stellv. Vorsitzender der ÖDP Oberallgäu.

Zwar ist der Neubau der B12 ist nun mal beschlossene Sache, jedoch haben viele Menschen den Ausbau sich nicht als vollwertigen Autobahn vorgestellt, sondern einen Ausbau, der den Anforderungen eines modernen Verkehrs gerecht wird. Der Ausbau der B19 ist dabei das Vorbild, das sich die meisten Menschen vorstellen können: vier Fahrspuren, durch Leitplanken getrennt ohne Standstreifen. Diese Bauweise würde ausreichen, um dem zukünftigen Verkehr Rechnung tragen zu können, wobei die gleiche Geschwindigkeitsbegrenzung wie auf der B19 erwartet würde – max. 120 km/h.
Für den Warentransport auf der Straße genügt eine maximale Geschwindigkeit von 90km/h. Einzig die Sicherheit beeinflusst die Straßenbreite. Würde man die Geschwindigkeit auf 110km/h festlegen, würde eine kleine Straßenbreite genügen, in Kombination mit elektronischen Leitsystemen sogar eine ohne Seitenstreifen. „Neuzeitliche Verkehrsleitsysteme in Kombination mit den modernen Fahrerassistenzsystemen liefern eine solide Grundlage, um Straßen mit reduziertem Flächenverbrauchs zu bauen“, so Michael Hofer, Vorsitzender der ÖDP Oberallgäu.
Bei der B12 handelt es sich um eine Bundesstraße, bei der der Bund Verordnungen und Regularien erlassen kann wie eine Straße der Zukunft auszusehen hat. Unverständnis zeigt sich beim Bundestagskandidaten der ÖDP Franz Josef Natterer-Babych über die Parteien des Bundestags: „Alle überbietet sich im Wahlkampf mit Parolen um als bester Klimaretter dazustehen, aber dass eine Initiative zum reduzierten Flächenverbrauch beim Straßenbau eingebracht wird, bzw. die B12 eine Geschwindigkeitsbegrenzung erhält, zeigt keine einzige Partei.“ In Anbetracht des Klimawandels ist das unverantwortlich. Eine Motivation wie zum Bau der B12 in den Bahnausbau im Allgäu wäre genauso wünschenswert wobei weniger Fläche verbraucht würde, bei gleichzeitiger Steigerung der Zuverlässigkeit der Verbindungen.